High Fidelity (Begriffsklärung) |
Der Begriff High Fidelity
bezeichnet
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einen Qualitätsstandard für
Audio-Wiedergabegeräte, festgelegt in der DIN
45500, siehe High Fidelity
-
umgangssprachlich eine
Tonwiedergabe von besonders hoher Qualität bei
Musikanlagen, siehe Stereoanlage
High Fidelity
High Fidelity
(engl. hohe (Klang-)Treue), kurz HiFi, ist ein
Qualitätsstandard für Audio-Wiedergabegeräte.
Ursprünglich wurden die Richtlinien in den sechziger
Jahren in der DIN 45500 festgelegt, diese hat heute
nur noch wenig Bedeutung, da die einst genormten
Anforderungen heute keine technische Herausforderung
mehr darstellen und andere Qualitätsmerkmale für den
Verbraucher an Bedeutung gewinnen.
Technik
Beispiel, der Norm (v. a. für die
Verstärker-Einheit) sind ein linearer Frequenzgang
von 20 Hz bis 20.000 Hz sowie die Angabe einer
Sinus-RMS-Leistung in Watt (in Abhängigkeit der
Anschlussimpedanz, meist 8 Ohm) bei einem maximalen
Klirrfaktor von 1%. Für ein Wohnzimmer mit 30
Quadratmetern sind 2 x 60 Watt Sinus-RMS-Leistung an
8 Ohm durchaus ausreichend.
Da die Abkürzung "HiFi" nicht geschützt ist, muss
die Einhaltung der DIN 45500 "manuell" überprüft
werden. Vor allem Angaben wie Maximal- oder
Musikleistung sind mit Vorsicht zu genießen, da sie
nicht genau definiert sind. Sie sollen die mögliche
Reserve für kurze Impulse darstellen.
PMPO-Werte sind schon mit geringsten
Physikkenntnissen als reine Phantasiewerte zu
erkennen.
Bei der Sinus-(RMS)-Leistung muss eine Endstufe ein
breitbandiges Testsignal von 10 Minuten Dauer (!)
ohne Schäden und bei Einhaltung der DIN 45500 ff
überstehen. Da das Spektrum (natürlicher) Musik
anders aussieht - die Leistung nimmt mit höheren
Frequenzen immer weiter ab - liefert ein Verstärker
immer eine höhere Leistung, die aber nur schwer
definierbar ist. Die Sinusleistung ist der sichere,
vergleichbare Basiswert.
Warum die Musikleistung höher ist:
Im Netzteil sind nicht nur der Trafo, sondern auch
Elektrolytkondensatoren erforderlich um die
gleichgerichtete Wechselspannung zu glätten. Diese
sog. "Brummsiebung" hat zudem den Vorteil, dass die
Versorgungsspannung aufgrund der
Speichereigenschaften des Kondensators für einige
Millisekunden bis in den Sekundenbereich gehalten
werden kann. Kurzzeitige Signalspitzen, wie sie in
der Musik normal sind, können so mit voller
Endstufenleistung wiedergegeben werden. Diese
Musikleistung liegt in der Regel daher um 30 % über
der Sinusleistung und ist für die Praxis eigentlich
relevant.
Die Dauerleistung eines Trafos beträgt grob ca. 100
W/kg. Für Elkos und andere Bauteile wie Gehäuse kann
man noch mal das gleiche Gewicht ansetzten. Für den
einfachen Einkaufsvergleich gilt also ca. 50 W/kg
Gerätegewicht. Wenn für einen Verstärker, der nur
300 g auf die Waage bringt Leistungen von 50 W oder
mehr angegeben werden, so ist dies höchst
unwahrscheinlich. Wo allerdings Schaltnetzteile
eingesetzt werden, gelten diese Aussagen nicht mehr.
Schaltnetzteile müssen sehr hochwertig ausgeführt
werden, um in HiFi-Anlagen ohne
Klangbeeinträchtigung arbeiten zu können. Die besten
finden sich inzwischen selbst bei hochwertigen
High-End-Anlagen.
Bei "Dolby-Surround-Anlagen" bzw. "Home-Theater"-
oder "Cinema"- Systemen sollten die "linke" und
"rechte" Endstufen-Lautsprecher-Kombination (evtl.
inkl. Subwoofer) die HiFi-Norm erfüllen. Für Center-
und Rearspeaker gelten schwächere Richtlinien.
Aktuelle Qualitätsmerkmale
Gegenwärtig nimmt die DIN 45500 im HiFi-Markt keine
qualitätsbestimmende Rolle mehr ein, obwohl
natürlich Radiowecker, einfache sog. Kompaktanlagen
im unteren Preissegment und viele Autoradios heute
selbstverständlich auch noch keine HiFi-gerechte
Wiedergabe gewährleisten. Im Fokus der
Marktkommunikation gegenwärtiger Angebote stehen
vielmehr das Dolby Surround und der Home Theater
Personal Computer.